Reisebericht südliches Neuseeland – Queenstown & Otago

Mit den Catlins im Rücken jagen wir unseren Sprinter nach Norden, Richtung Queenstown. Eine Stadt als Inbegriff für Extremsportler und Adrenalinjunkies, wunderbar gelegen zwischen Bergen und dem Wakatipu See. Ein Paradies zum Wandern und Mountainbiken, für alle Arten von abgedrehten Aktivitäten und natürlich zum Fotografieren. Vor allem letzteres war der Grund für unsere konstant hohe Geschwindigkeit mit der wir den Highway 6 entlang preschten. Wir waren spät dran und die Fahrt sollte einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wir hätten natürlich früher losfahren können, aber eine große Rinderherde hat durch ihre Stehblockade unseren Vormittagsausflug zum Slope Point deutlich verzögert. Der Slope Point ist der südlichste Fleck der Südinsel Neuseelands und der wollte einfach noch besucht werden. Nichtsdestotrotz musste ich selbstverständlich zum Abendlicht noch auf irgendeinen Berg klettern, um fotografieren zu können. Doch als wir Queenstown endlich erreicht haben, erwartete uns erstmal jede Menge Stau. Es stellte sich heraus, dass dort am Wochenende ein Motorradevent stattfinden sollte und dadurch erstmal alles dicht war.

Queenstown Hill

Die Zeit verflog und wir standen im Stau – es musste umgeplant werden. Statt dem eigentlich anvisiertem “Ben Lomond” sollte es daher heute nur auf den Queenstown Hill gehen, der als Ausflugsziel schneller zu erreichen war.

Als wir schließlich eines meiner Wunsch ToDos – Besteigen den Mount Alfred – angehen wollten, mussten wir leider schon nach kurzer Zeit umkehren. Der dortige Nadelwald wurde durch einen Sturm erst wenige Wochen zuvor reichlich verwüstet und der sowieso schon schwierige Anstieg war im Abstand von wenigen Metern immer wieder mit großen, umgestürzten Bäumen blockiert. Da wir zeitlich etwas knapp geplant hatten und wir nach Sonnenuntergang diesen Weg auch wieder hätten zurück nehmen müssen, war das ganze leider sinnlos und wir mussten die Wanderung abbrechen.

Das Alternativprogramm war aber auch nicht verkehrt. Wir suchten uns einen gediegenen Stellplatz, kochten uns was gutes zu Essen, schauten ein paar Episoden “Fargo” und gingen nachts raus, um die Milchstraße zu fotografieren.

Kayaking am Lake Wanaka

Es wurde Zeit, von der Glenorchy Gegend Abschied zu nehmen und weiter Richtung Norden zu fahren. Nächster Stop: Wanaka, ein kleines Städtchen mit einer super interessanten Landschaft, die sich vor Queenstown nicht verstecken muss. Wie auch die Saison davor, wählten wir als Route eine absolute Highlightstrecke: die Crown Range Road. Angefangen mit einigen Serpentinen und dann mitten durch eine beige-rot leuchtende Hügellandschaft, eine definitiv sehenswerte Strecke. Und ja, im Regelfall darf man diese Straße mit Mietwagen nicht fahren und ich habe keine Ahnung wieso, aber was soll’s, wir haben es schon drei mal gemacht und keiner hat’s gemerkt (#hihi #YOLO #BABOS).

Grad noch rechtzeitig erreichten wir Wanaka, wo wir uns noch ein Kayak für den nächsten Tag reservieren wollten. Nachdem wir das “Office” (in Form eines Biertischs) des Veranstalters an der Strandpromenade gefunden hatten, war auch das schnell erledigt. Den nächsten Morgen ab 10 Uhr sollte es losgehen. Nach kurzer Einweisung bekamen wir ein Doppelkayak und paddelten entspannt am Ufer des Lake Wanaka entlang. Vorbei am “Lone Tree”, der wie üblich von mindestens einem Dutzend Fotografen belagert war, bis auf Höhe des Roys Peak im Norden.

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