Teil 13 – Fiordland-Nationalpark

Nach einem letzten Besuch der örtlichen Tankstelle machen wir uns Vormittags auf den Weg in den Milford Nationalpark. Wir klappern nach und nach die an der Strecke gelegenen Highlights wie den Mirror Lake ab, an dem heute leider allerhöchster Sandfly-Alarm ist und wir deshalb ohne längeren Aufenthalt schon bald wieder verschwinden.

Da unser Versuch, am einzigen Campingplatz direkt an der Küste des Milford Sound noch einen Stellplatz für die nächsten Tage zu erwischen, kläglich gescheitert ist, fahren wir auf halber Strecke zu einem DOC Campingplatz am „Lake Gunn“.

Von hier aus wollen wir ein paar Wanderungen unternehmen und am nächsten Tag den Milford Sound für eine Rundfahrt besuchen. Wir machen uns ein paar Nudeln mit Soße zum Essen und legen erstmal eine ausgedehnte Mittagspause ein, bevor wir eine für den Nachmittag geplante Wanderung zum Lake Marian antreten.

Der „Cascade Creek Campsite“ ist eigentlich sehr schnuckelig und mit viel Platz mitten in der Natur gelegen. Außer ein paar Plumpsklos, einem Bach und vielen Kaninchen ist hier zwar nichts los, aber man hat absolut seine Ruhe (zumindest Mittags, Abends ändert sich das schlagartig).

Route 13

  • Wie weit?

    471km

  • Wohin?

    Fiordland-Nationalpark

  • Wann?

    26.-28. Dezember 2015

Aufgrund des besseren Lichts (da setzt sich dann der Fotograf durch) starten wir erst am späten Nachmittag unsere Wanderung zum Lake Marian. Der Weg lässt sich mit wenigen Worten beschreiben: „Bushwalk“ und „bergauf“. Bushwalks kennen wir nicht zuletzt aus Thailand und nun auch schon aus Neuseeland recht gut, aber trotzdem hat der Weg einen gewissen Reiz mit seinen vielen Silberfarnen und einem reißenden Flusslauf am unteren Teil.

Oben angekommen sind wir schließlich völlig allein am See. Julia genießt die Ruhe während der Fototyp pausenlos hin und her hüpft und versucht eine interessante Perspektive zu finden. Leider ist der Sonnenstand auch um diese Uhrzeit nicht so gut wie erwartete und

Mit Kermit geht es zurück Richtung Norden, da wir entlang dem Mount-Cook-Nationalpark das Landesinnere queren wollen. Heute fahren wir erneut die Cardrona Valley Road bis in das Städtchen Wanaka, wo wir zeitlich genau rechtzeitig ankommen, um im Abendlicht Fotos von dem bekannten „Lone Tree of Lake Wanaka“ zu machen, ein Baum, der die meiste Zeit des Jahres mit dem Stamm im See steht und vermutlich der meist fotografierte Baum Neuseelands ist.

Der Campingplatz, für den wir uns spontan vor Ort entscheiden, entpuppt sich als riesiges Übernachtungsziel für durchreisende Jugendliche, die offenbar auf dem Weg zu einem Musikfestival sind. Eingangs stellt sich uns die Wahl nach links abzubiegen, in den ruhigen Teil für „Familie und Kinder“, oder rechts, zu „dem Rest“. Schnell ist die Entscheidung gefällt, denn „Familie und Kind“ sind wir dann doch irgendwie nicht. Unseren Stellplatz finden wir mittendrin, irgendwo zwischen dem mobilen Bierzelt der einen und dem Camper-Karawane der anderen Gruppe in einer riesigen Partyzone.

Aber das passt schon, immerhin geht es die meiste Zeit auf unserer Reise eher ruhig zu. Wir trinken ein paar Bierchen und lauschen der Musik bevor wir versuchen zu schlafen. Währenddessen eskaliert die Party draußen zu einem Streit und letztendlich zu einer größeren Schlägerei zwischen zwei der Partygruppen. Ende vom Lied: die Polizei rückt mit 10 Einsatzwagen an, nimmt die Leute mit die nicht schnell genug abhauen und beendet damit die Party. Wir schlafen ein.

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