• Reisebericht Lofoten

27. Juli 2012

Hoffnungsschimmer macht sich breit, denn laut Aussagen einiger Internetuser auf dem Campingplatz soll es heute mal halbwegs gutes Wetter geben. Ich gehe schnell einkaufen und mach mich mit dem Bus Richtung Reine, da ich das gute Wetter nicht nutzen will um den halben Tag dorthin zu laufen. Dort angekommen musste ich noch eine halbe Stunde auf die Fähre warten, die ich nutze, um vor Ort ein paar Fotos zu machen. Um 15 Uhr geht es los Richtung Vindstad und auch der unfreundliche Fährenmensch, der vielleicht aufm Fischkutter besser aufgehoben wäre, da er offenbar keine Menschen mag, kann mir meine gute Laune nicht verderben. Ich laufe von der Anlegestelle Richtung Sandstrand. Der Weg ist einfach, erst rund 3km gerade aus, anschließend einige Höhenmeter hoch und wieder runter, aber es lohnt sich, der Strand ist sehr schön. Unten angekommen treffe ich eine Gruppe Berliner Studenten die grad am Aufbrechen sind. Wir unterhalten uns kurz, ich kann ein paar Tipps für ihre Planung geben da ich ihre Strecken schon gelaufen bin, außerdem gebe ich Infos über die Wetterlage weiter.

Ich baue auf und esse eine Dose Suppe die mich in etwa 45NOK gekostet hat, immerhin mal eine Abwechslung. Anschließend mach ich mich auf den Weg ein paar Motive zu finden bevor die Sonne um den Berg rum ist und in die Bucht reinscheint. Der Strand geht gut 400m bis man ans Meer kommt und die dort entstehenden Wellen ziehen sich oft über die volle Breite der Bucht und brechen erst nach gut 50m. Ich gehe noch weiter an die Küste wo ich auch schnell ein paar Motive finde. Die nächsten Stunden verbringe ich mit rumrennen und Fotos schießen. Am Ende steht nochmal ein Sprint auf die umgebenden Berge in etwa 300 Höhenmeter um den Sonnenuntergang auf Foto und Video mitzunehmen. Da es nicht lange dauert bis die Sonne etwas weiter wieder aufgeht, versuche ich an der rechten Seite der Bucht noch weit genug vor zu laufen um vom Sonnenaufgang Fotos machen zu können. Den Versuch muss ich allerdings abbrechen da der Weg durch eine gefährlich glatte Felsplatte versperrt ist die direkt 20m runter bis ins Meer führt. Alles was mir der kleine Spaziergang noch gezeigt hat war ein verendetes Schwein, das offenbar von einem höher gelegenen Punkt der Felsen heruntergefallen ist und sich dabei zumindest eine offene Beckenfraktur zugezogen hat. Trotzdem zufrieden laufe ich zurück, denn der Strand und die Wege sind sehr schön, zudem sind einige gute Fotos entstanden. Zurück in Deutschland wird sich das „Google Chrome OS“ Development Team bei mir melden und eins dieser Bilder als Standardhintergrund in ihr Betriebssystem integrieren wollen :-).

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